Woher kommen Pfadfinder?
Im Sommer 1907 fand auf der kleinen Insel Brownsea vor der Küste von England ein besonderes Sommercamp statt. Robert Baden-Powell, ein englischer General, hatte 20 Jungen eingeladen, um einige Ideen für sein Buch Scouting for Boys zu testen. Das Camp war ein riesiger Spaß für die Jungen und markiert den Beginn der Pfadfinderbewegung.
Das 1908 erschienene Buch Scouting for Boys beschrieb Scouting (Pfadfinderei) als spannendes Spiel für Jungen und Pfadfinderei war gedacht als Ergänzendes Programm für die bereits existierenden Verbände der damaligen Zeit. Was Anfang 1908 noch keiner Ahnte: Das Buch wurde ein phenomenaler Erfolg und schon bald gründeten sich zahlreiche Gruppen, die nur Pfadfinderei betrieben. Als Reaktion wurde noch 1908 der englische Pfadfinderverband gegründet.
Schon 1909 kamen auch Mädchen zu den Pfadfindern. Sie waren genauso begeistert von der Pfadfinderei wie die Jungen und haben einfach ihre eigenen Gruppen gegründet.
Mehr Informationen: Geschichte der Pfadfinderbewegung
Alexander Lion und Maximilian Bayer veröffentlichen 1909 die deutsche Übersetzung von Scouting for Boys — das Pfadfinderbuch. Damit kam die Pfadfinderidee nach Deutschland. Bereits 1910 bildeten sich die ersten evangelischen Pfadfindergruppen im CVJM, die sich 1921 zur Christlichen Pfadfinderschaft (CPD) zusammenschlossen. Ab 1933 wurde die Pfadfinderarbeit, wie in allen Pfadfinderverbänden, mehr und mehr eingeschränkt. Die CPD wurde während dieser Zeit von der Gestapo beobachtet und schließlich 1937 verboten und aufgelöst. Direkt nach dem Krieg wurde die Pfadfinderarbeit wieder aufgenommen. Die neugegründeten christlichen Pfadfinder gehörten zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej).
1973 enstand aus der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands, dem Evangelischen Mädchen-Pfadfinderbund (EMP) und dem Bund Christlicher Pfadfinderinnen (BCP) der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP).
